Schottland – rauer Charme zwischen Burgruinen, Whiskeyfässern und Ungeheuern

Schottland

Kaum ein anderes Land in Europa kann mit so vielen Mythen, Geschichten und Legenden aufwarten wie Schottland – ganz zu schweigen von sagenumwobenen Seeungeheuern. Vor allem Naturliebhaber zieht das Land am oberen Inselzipfel des Vereinigten Königreichs Großbritannien in seinen Bann. Dunkle Wälder und glasklare Seen, einsame Moore und zerklüftete Felsküste, mittelalterliche Burgen und romantische Schlösser – Schottlands herbe Schönheit ist unübertroffen und macht jede Rundreise zu einem unvergesslichen Erlebnis. Quirliges Alltags- und Nachtleben sowie sehenswerter Kunstmuseen in Glasgow und der Kapitale Edinburgh bringen die Kultur und den rauen Charme der Nordsee-Insulaner bestens zum Ausdruck.

Schottland ist das Land der Lochs und Löcher. Einige der schönsten Golfplätze weltweit lassen das Herz jeden Golfers angesichts unvergleichlicher Linkskurse höherschlagen; traumhafte Golfhotel verwöhnen ihre Besucher auf höchstem Niveau. Beste Chance auf Rettung haben Golfbälle, die sich in Wasser-„Löchern“ verirren. Das gilt jedoch nicht für die berühmten „Lochs“, die unergründlichen Seen der schottischen Highlands. Allen voran Loch Ness, der 37 Kilometer tief, 1,5 Kilometer breit und bis zu 230 Meter tief und somit ein perfektes Versteck für das weltberühmte See-Ungeheuer Nessie ist. Obwohl, so wirklich gesehen hat das menschenscheue Ungetüm noch keiner. Lediglich eine betagte Schwarz-Weiß-Aufnahme will das Monster schemenhaft zeigen – umso beharrlicher ranken sich Geschichten um Spuren und angebliche Sichtungen. Am besten, man schaut selber nach…

Eine kurze Bootsfahrtbringt die Besucher zur Burgruine von Urquhart Castle, eine Felsenburg, die wegen ihrer strategischen Lage von vielen Clans umkämpft war. Auch die ehemalige Hauptresidenz schottischer Könige blickt auf eine weitreichende und zum großen Teil blutige Vergangenheit zurück. Stirling Castle, zwischen Glasgow und Edinburgh gelegen, widerstand 16 Belagerungen und Angriffen, darunter der Schlacht von Stirling Bridge, die die Aufständischen unter William Wallace siegreich im ersten schottischen Unabhängigkeitskrieg im 13. Jahrhundert beendeten.

Vor den Toren Glasgows locken der Cairngorms Nationalpark sowie der Trossachs Nationalpark samt Loch Lomond mit Aktivitäten am und auf dem Wasser. Auf 28 Kilometern geht’s mit dem Rad um den malerischen See; per Kajak oder Kanu lassen sich kleine Inseln mit merkwürdigen Bewohnern entdecken: Auf Inchconnach residieren kuschelige Wallabys – die Mini-Kängurus kommen eigentlich nur in Australien vor.

Schottland ist eben international beliebt. Auch Hollywood kann sich seiner Anziehungskraft nicht entziehen. So sind Landschaften und Bauwerke die wahren Hauptdarsteller in Kino-Blockbustern wie „Braveheart“ und „James Bond“, aber auch „Harry Potter“ wurde auf der Insel gedreht. Die 30 Meter hohe Eisenbahnbrücke des Glenfinnan-Viadukt diente als Drehort für den roten Hogwarts Express, mit dem der Zauberschüler unterwegs ist. In den Sommermonaten können Besucher sogar im historischen Dampfzug mitfahren – ganz ohne Hexerei.

Die ist auch nicht für die Herstellung weltbester Whiskys nötig – für das „Wasser des Lebens“ braucht es vor allem eines: viel Zeit. Der Besuch mindestens einer Destillerie zählt zum Pflichtprogramm jeder Schottlandreise – Verkostung inklusive. Einige der ältesten und renommiertesten Whisky-Brennereien befinden sich übrigens vor der Westküste auf der Isle of Skye, die schon deshalb einen Abstecher wert ist.

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